15.06.2016

"Die Flüchtlinge kriegen alles, die Deutschen kriegen gar nichts"

Die meisten Bürger/innen haben Sorgen: über ihre Alterssicherung, über die Ausbildung ihrer Kinder, über ihren Job. Kräfte wie AfD, Pegida und NPD spielen mit diesen Sorgen, um gegen Geflüchtete zu hetzen, erklärt Rolf Rosenbrock in seinem Videoblog.

Von: Rolf Rosenbrock

"Die Flüchtlinge kriegen alles, die Deutschen kriegen gar nichts", ein Vorurteil, mit dem Kräfte wie AfD, Pegida und NPD in Deutschland gegen Flüchtlinge hetzen und mit den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger spielen. "Mit verzerrten Darstellungen machen sie aus Sorgen Angst und bieten gegen diese Ängste ganz einfache Rezepte an, die immer darauf hinauslaufen, Menschen auszugrenzen", sagt Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband und Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, in seinem Videoblog.

Deutschland könne, als reiches Land, die mit der Aufnahme von Geflüchteten verbundenen ökonomischen Probleme spielend stemmen, so Rosenbrock. In unserem Fachforum beim Armutskongress "Flüchtlinge in Deutschland: Willkommen - oder Ausgrenzung per Gesetz?" wird unter anderem diese Frage diskutiert.


Kommentare (1)

  1. M. Hoffmann
    M. Hoffmann am 14.11.2016
    Wenn ich sehe, wie in Düsseldorfs bester Wohnlage direkt neben dem Nordpark ein komfortables Containerdorf errichtet wurde mit Kinderspielplatz und Außenanlagen vom Gärtner, dann frage ich mich, wo die deutschen armen Familien bleiben oder die vielen alten Leute. Die suchen seit Jahren Wohnraum, leben manchmal in menschenunwürdigen Behausungen. Kein Wunder, das sich da der Volkszorn regt. Die Flüchtlinge haben alle ein Smartphone und Rauchen. Woher kommt das Geld dafür? Zur Integration gehört auch, das mal jemand die Flüchtlinge darüber aufklärt, woher das Geld, was sie bekommen, herkommt. Nämlich von den vielen Menschen, die hier arbeiten, morgens um 7 Uhr bereits auf der Baustelle sind oder gleich 2 Jobs machen, um über die Runden zu kommen. Recht auf Asyl ist wichtig, aber auch das Anerkennen unserer Werte. Wären wir nicht so ein fleißiges, diszipliniertes Volk, gäbe es den heutigen Wohlstand nicht. Ich wünsche mir, das alle Menschen friedlich miteinander auskommen, das gilt allerdings auch für die Menschen, die hier ein neues Zuhause suchen.

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